Schmerztherapie - OP-Zentrum Gemeinschaftspraxis - Praxisklinik für spezielle Schmerztherapie 
     
 

Zweitmeinung bei OP


 

Zweitmeinung vor Operationen
im Bereich der Wirbelsäule

„Interview des Bayerischen Rundfunks mit Dr. Rachaniotis, Leiter des Schmerzzentrums-Augsburg vom November 2017“. (Hier klicken)

Mit zunehmendem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass Beschwerden am Rücken und den großen Gelenken an Bedeutung zunehmen. In den allermeisten Fällen ist es aber so, dass nicht operative Maßnahmen die häufigste therapeutische Alternative darstellen. Trotzdem werden in den letzten Jahre, gemessen an der Altersstruktur der Bevölkerung und nach Meinung von vielen Experten relative viele Operationen durchgeführt, vor allem im Bereich der Wirbelsäule , die nach Meinung von vielen Kollegen nicht immer absolut notwendig wären bzw. auch zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden könnten.

In Anbetracht der Tatsache, dass jede Operation ein nicht unbeträchtliches Risiko für die Betroffenen darstellt und ein nicht streng indizierter Eingriff die Situation der Patienten verschlimmert, ist die Initiative des Gesetzgebers und vieler Experten zum Zweitmeinungsverfahren vor operativen Eingriffen eine begrüßenswerte Entwicklung.

 
     

Zweitmeinung vor Operationen am Knie-, Hüfte- und Schultergelenk

In mehreren Studien konnte gezeigt werden, dass Patienten, die schon einen OP-Termin hatten und von Spezialisten vorher eine zweite Meinung eingeholt hatten, nicht operiert werden mussten bzw. durch konservative Maßnahmen eine derartige Besserung erfahren haben, dass ihr Zustand so gebessert werden konnte, dass sie auch ohne Operation danach gut leben konnten. Eine Beurteilung, ob eine Operation als alleinige Lösung in Frage kommt, kann nur individuell getroffen werden und wird meistens unter Beteiligung von mehreren, interdisziplinär arbeitenden Ärzten, die sich mit der Problematik gut auskennen, beurteilt werden.

Nach neueren Studienergebnissen einer großen Krankenkasse konnte gezeigt werden, dass über 80% der zu einer Rückenoperation anstehenden Patienten, nicht operiert werden mussten. Als Zweitmeinungszentrum beraten wir interdisziplinär Patienten, die entweder von den Krankenkassen direkt an uns verwiesen werden, oder selber die Initiative ergreifen und uns aufsuche, bei Fragen im Zusammenhang mit anstehenden Operationen im Bereich der Wirbelsäule, der Hüfte, des Knies und der Schulter. Es zeigt sich immer öfters, dass Therapieformen, wie z.B. die multimodale Schmerztherapie gerade bei Rückenleiden, sehr gute Ergebnisse bei minimalem Risiko erzielen.

Zeitmeinung vor Spritzen im Bereich der Wirbelsäule ( z.B. PRT periradikuläre und peridurale Injektionen )

Als Schmerzspezialisten mit langjähriger Erfahrung in dem Gebiet chronischer Schmerzen werden wir auch oft mit der Frage konfrontiert, ob die Indikation für rückenmarksnahe Spritzen wie z.B. die PRT (peridurale Verabreichung von Kortison) bei chronischen Schmerzen gegeben ist oder ob es sich nur um kurzfristige nicht ungefährliche Methoden handelt, die langfristig eher mit Nachteilen verbunden sind. Auch hier werden die Patienten zu uns von den Krankenkassen geschickt bzw. werden wir direkt von den Hilfesuchenden aufgesucht um eine zweite Beurteilung zur Indikation abzugeben.

Eine unerfreuliche Entwicklung stellt auch die Tatsache dar, dass die Patienten für diese „Spritzen“ selbst aufkommen müssen, was seit über einem Jahr durch eine Beschlussänderung des Bewertungsausschusses nicht mehr der Fall sein darf ! Das heißt, dass die Krankenkassen bei berechtigter Indikation, die von einem Schmerzspezialisten überprüft werden kann, die Kosten für diese Injektionen auf jeden Fall übernehmen.

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